Am Samstag versammelten sich zahlreiche Schachbegeisterte im Vereinsheim des World Chess Club Berlin (Unter den Linden, 10117 Berlin), um bei einem spannenden Amateurturnier ihr Können unter Beweis zu stellen. Ausrichter war der Club gemeinsam mit Mitgliedern des Berliner Schach‑Netzwerks. Der Turniermodus sah sechs Runden im Schweizer System vor, Bedenkzeit 10 Minuten plus 3 Sekunden Zuginzrement. Zielgruppe waren Hobbyspieler mit einer Online‑Elo bzw. Rating unter 1 400 sowie Einsteiger, wie auf der Website angekündigt war.
Unter den Teilnehmern war unter anderem der 35‑jährige Reinickendorfer Michael Schulze, der erstmals bei einem Präsenzturnier mitspielte, und Simone Fischer, 28, aus Friedrichshain, die nach eigener Aussage „endlich raus aus dem Online‑Modus“ will und gespannt war auf Begegnungen in Szene. Insgesamt traten etwa 30 Teilnehmende an – ein erfreulicher Mix aus Langzeit‑Hobbyspielern und Neulingen.
Spannend wurde es in der vierten Runde, als Schulze gegen Fischer antrat: Beide hatten bis dahin drei Siege errungen. In einer ausgeglichenen Stellung zog Fischer mutig ein Opfer und erzwang einen taktischen Schlag, Schulze verteidigte sich aber geschickt und gewann die Partie im Endspiel mit aktivem König. Die Stimmung war durchweg positiv – zahlreiche Zuschauer applaudierten nach jedem umkämpften Zug, und die Organisatoren sorgten mit Snacks und Getränke‑Pausen für gute Turnierbedingungen.
Am Ende setzte sich der erfahrenere Hobbyspieler Jens Neumann, 45, aus Neukölln, mit fünf Punkten vor Fischer mit vier und Schulze mit ebenfalls vier Punkten durch – die Bretter‑Buchholzzahl gab Fischer den zweiten Platz. Neumann betonte bei der Siegerehrung: „Solche Amateurturniere sind das Salz in der Schachwelt — sie verbinden Spiel, Lernen und Gemeinschaft.“
Wer sich für den nächsten Termin interessiert: Der Club will im Januar die nächste Ausgabe für Hobbyspieler unter 1 200 Ratingpunkten veranstalten. Anmeldung erfolgt über die Website des World Chess Club Berlin.
