Am vergangenen Sonntag fand im charmanten in der Alexanderstraße 16 (nähe Berliner Tor) ein mitreißendes Amateurschachturnier statt, organisiert vom Hamburg Chess Club Stadtpark (HCCS). Der Fokus lag auf Hobbyspielern, die fernab des großen Rampenlichts ihre Züge planen – ob blutiger Anfänger oder ambitionierter Amateur. Die Atmosphäre war locker, aber gleichzeitig voller Konzentration: 5 Runden im Schweizer System bei 10 + 5 Minute Bedenkzeit pro Partie lieferten reichlich dramatische Wendungen.
Zu den Teilnehmern gehörte unter anderem der 33‑jährige Hamburger Softwareentwickler Jens Klein, der nach eigener Aussage „endlich mal live gegen Gleichgesinnte“ spielen wollte, sowie die 27‑jährige Studentin Lara Meier, die erstmals bei einem Präsenzturnier antrat. Klein überraschte mit einer taktischen Opfersequenz im dritten Spiel, während Meier besonders durch solides Endspielverhalten auffiel. Insgesamt fanden knapp dreißig Spieler:innen den Weg in den Kulturladen — ein kleiner, aber lebendiger Wettbewerb mit familiärer Stimmung.
Die Höhepunkte: In Runde 4 trafen Klein und Meier aufeinander – nach langem Kampf gewann Meier mit einem Bauerndurchbruch im Damenendspiel und stieß damit auf den zweiten Platz vor. Den ersten Platz sicherte sich der erfahrene Hobbyspieler Markus Fischer (45) aus Eimsbüttel mit 4,5 Punkten. Bei der anschließenden Siegerehrung betonte Fischer: „Solche Veranstaltungen zeigen, dass Schach keineswegs nur etwas für große Hallen oder Profis sein muss. Gemeinschaft und Spiellust stehen hier im Vordergrund.“
Abgerundet wurde der Tag durch gemeinsame Getränkepause zwischen den Runden, viele Gespräche über Variantenwahl und Eröffnungstheorien – und das Versprechen, dieses Format im Herbst erneut auszutragen. Wer sich schon jetzt anmelden möchte, kann dies beim Hamburg Chess Club Stadtpark tun – Plätze sind begrenzt und echtes Live‑Gefühl garantiert.
